In der EU wird Kleidung nur zu 40%
aufgetragen, bevor sie in unsere
Container gelangt. 60% ihrer
Lebensdauer hat sie noch vor
sich. Aus den gesammelten Gebrauchttextilien
entstehen im Sortierprozess in
unserem Werk in Apolda
- tragfähige Kleidungsstücke
zum Verkauf im Einzel- und Großhandel,
- Putzlappen für die
Industrie,
- Rohstoffe z.B. für
Dämmstoffe oder Garnproduktion,
- Abfälle zur thermischen
Verwertung und als Ersatzbrennstoff
für die Zementindustrie.
Die im Sortierprozess erzeugte tragfähige
Kleidung, die Putzlappen und die
Rohstoffe werden nach Kunden- vorgabe
bedarfsgerecht zusammen- gestellt,
ins eigene Land geliefert sowie in
35 Länder exportiert.
Die wichtigsten Exportmärkte
der ReSales
Textilhandels- und Erfassung GmbH;
99510 Apolda (D) sind
Westafrika, Ost- und Südafrika,
Nordafrika, die Europäische
Union, Osteuropa und Asien.
Studien bestätigen, dass der
Export von Gebrauchttextilien in
die Länder der Dritten Welt
elementare Bedürfnisse vor Ort
befriedigt, Existenzen sichert und
Arbeitsplätze schafft. Allein
in Togo leben ca. 1,5 Millionen Menschen
vom Handel und der Aufbereitung/
Umarbeitung der Gebrauchttextilien.
Seit Jahren schon werden Gebrauchtkleiderexporte
kontrovers diskutiert. Dabei steht
im Mittelpunkt die Frage, welche
Auswirkungen der Export von Gebrauchtkleidung
auf lokale Industrien hat bzw. welche
Rolle er beim Niedergang der afrikanischen
Textil- und Bekleidungsindustrie
in den 90er Jahren gespielt hat.
Unterschiedliche Handlungsempfehlungen
wurden daraus abgeleitet.
Mit interessanten Feststellungen
hat z.B. der "Dachverband FairWertung
e. V."; 45143 Essen die Kritik
an den Exporten aufgegriffen und
zu einer vertieften Analyse und Diskussion
über Handlungsansätze aufgefordert.
Thesen
zur Diskussion über
Gebrauchtkleiderexporte
Artikel in der Presse:
[13. August 2006, Welt am Sonntag]
Das profitable zweite Leben der
Latzhose
Altkleider aus Europa sind auf den
Märkten Afrikas ein Riesengeschäft.
In Kenia schafft die Zweitverwertung
der abgelegten Mode aus der Ersten
Welt mittlerweile sogar viel mehr
Arbeitsplätze, als die einheimische
Textilindustrie es je konnte ...weiter
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