FAQ

Antworten auf meistgestellte Fragen
 

Was passiert eigentlich mit den gesammelten Altkleidern?

Mit mittlerweile ca. 700.000 t jährlich alleine in Deutschland ist die Menge der gesammelten Altkleider einfach zu hoch, als dass sie von ehrenamtlichen Helfern alleine bewältigt werden könnte.

Sortierbetriebe wie die ReSales Textilhandels- und Erfassung GmbH; 99510 Apolda (D) sind ein unverzichtbarer Partner für eine fachgerechte Sortierung geworden. Sie verfügen über Lagerkapazitäten, geschultes Personal und eine effiziente Logistik – Dinge, die wohltätige Organisationen aus Geld- und Organisationsgründen gar nicht stellen können.

Aus diesem Grund und um aus dem Erlös ihre Arbeit zu finanzieren, verkaufen karitative Verbände einen großen Teil der von ihnen gesammelten Altkleider an Sortierbetriebe. Der andere Teil, den sie mit zumeist ehrenamtlichen Helfern selbst bearbeiten können, geht in Kleiderkammern und in Direkthilfeprojekte.

Helfe ich denn überhaupt, wenn ich meine Gebrauchtkleider abgebe?

Ganz egal, ob Sie Ihre Altkleider einer karitativen Organisation oder einem kommerziellen Sammler überlassen, ein wichtiges Anliegen unterstützen Sie garantiert damit: den Umweltschutz!

Schon jetzt werden jährlich weltweit 19 Mio. Tonnen Rohbaumwolle auf einer Fläche von 340.000 Quadratkilometern angebaut. Dazu setzt man 50% des Weltverbrauches an Pestiziden ein. Darüber hinaus werden für die Produktion von einem Kilo Baumwollgewebe 15 – 20 Kilowattstunden Energie und bis zu 20.000 Liter Wasser benötigt.

Um wertvolle Ressourcen nicht zu verschwenden und die Belastung mit Umweltgiften zu begrenzen, ist es ökologisch gesehen absolut notwendig, die riesige Menge an Altkleidern (700.000 Tonnen jährlich) sinnvoll weiterzuverarbeiten. Die wachsende Nachfrage nach Textilien wird die Bedeutung des Textilrecyclings in Zukunft noch erhöhen.

Verdient da jemand dran?

In vielen Entsorgungsbereichen (Restmüll, grüner Punkt, Papier) werden die Sammelkosten zunehmend auf die Verursacher oder Hersteller umgelegt, nicht so im Textilrecycling! Unsere vorwiegend mittelständische Branche finanziert die hohen technischen Standards, die Arbeitsplätze, die Logistikkosten und die kostenpflichtige Verwertung der mitgesammelten Abfälle aus der Vermarktung der gesammelten Waren selbst.

Ohne die Arbeit der europäischen Textilrecyclingbetriebe müssten Gebrauchttextilien als Hausmüll entsorgt werden und würden zunächst den Öffentlichen Haushalt mit ca. € 500,- pro Tonne und später auch die privaten Haushalte belasten.

Textilrecycling ist das Geschäft der Sortierbetriebe; natürlich müssen sie daran Geld verdienen, um die hohen Ausgaben und die geschaffenen Arbeitsplätze zu finanzieren.

Schaden Gebrauchtkleiderexporte der Dritten Welt?

Unabhängige, offizielle Studien kommen zu eindeutigen Ergebnissen: Eine schädliche Wirkung der Altkleiderimporte auf die Bekleidungsindustrie oder den Bekleidungshandel in Afrika kann nicht festgestellt werden. Am Niedergang der afrikanischen Textilindustrie sind nicht die Altkleiderimporte schuld, sondern die fehlende Konkurrenzfähigkeit ihrer Produkte gegenüber chinesischer Neuware.

Tatsache ist, dass die Menschen in den Drittweltländern nicht arm sind, weil sie Gebrauchtkleidung importieren, sondern sie kaufen sich Gebrauchtkleidung, weil sie arm sind. Wie der "Spiegel" treffend feststellt, ist es für viele Afrikaner eine Frage des Selbstwertgefühls, sich so gut zu kleiden wie sie es z.B. aus dem Fernsehen kennen. Gebrauchtkleidung bietet ihnen die Möglichkeit dazu.

Ganz nebenbei entstanden durch Altkleider u.a. in Afrika Millionen von Arbeitsplätzen für Händler, Änderungsschneider, Schuster, Färber...

 
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CONTAINERSERVICE für Textil-Recycling · Hermann Kostgeld ·
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